Donnerstag, 19. Januar 2017

Der letzte Monat in Kanada - Aktivitäten

Hallöchen,

ich glaube zwar nicht, dass noch jemand meinen Blog liest, aber ich möchte ihn gerne vervollständigen, auch wenn ich das in dem letzten Jahr nicht geschafft habe. Ich möchte gerne für mich alle Ereignisse zusammen haben, damit ich immer eine Erinnerung habe, die zusammenhängt und die ich mir eventuell auch mal ausdrucken werde. Also fehlt mir zu meinen Erzählungen eigentlich nur noch die Aktivitäten vom Januar, von daher werde ich damit jetzt mal anfangen! 

Im Januar ist nochmal echt super viel passiert. Wir haben so viele Aktivitäten mit der Austauschschülerfamilie gemacht, aber auch in der Schule mit Basketball und mit meiner Gastfamilie. In diesem Post widme ich mich aber erst einmal den Aktivitäten mit meinen exchange friends.

Den ersten Ausflug, den wir zusammen in dem neuen Jahr gemacht haben, war nach Charlo bzw. Dalhousie. Dort irgendwo im Wald, wo wir auch ganz am Anfang die Thanksgiving-Aktivität gemacht haben, sind wir alle zusammen Cross Country Skiing, also Langlaufen gegangen. Am Anfang war es echt ein Geholper und Gestolper und wir sind alle nacheinander oder gleichzeitig im Schnee gelandet. Aber nach einer gewissen Zeit hatten wir mehr oder weniger den Bogen raus und angesichts der eisigen Temperaturen sind wir trotzdem schnell warm geworden. Es war echt super schön durch den verschneiten Winterwald zu laufen. Da ein paar den Bogen irgendwie schneller raus hatten als andere, hat sich eine Art Spitzengruppe gebildet und wir haben echt eine ganz schöne Strecke hingelegt. Irgendwann wurden wir dann angerufen und zurück gepfiffen, weil wir gar nicht mehr aufhören wollten. :D Auf unserem Weg kamen wir an einer Scheune vorbei an der ein riesiges Elchsgeweih hing, was uns dann auch wieder daran erinnert hat, dass wir uns immer noch in Kanada befinden. Außerdem waren wir in einem Ahornwald, denn überall zwischen den Bäumen hingen Schläuche mit Anzapfstellen!? für die Bäume, die ein riesiges System ergeben haben. Da wussten wir dann auch, wo der Maple Syrup herkommt. Irgendwann haben wir dann auf unserem Rückweg die anderen wieder eingesammelt, die sich mittlerweile die Ski abgeschnallt hatten und den restlichen Weg zu Fuß zurück legen wollten, denn irgendwie hat es doch nicht so geklappt. Als wir wieder an der Hütte angekommen sind, wo wir die Ski ausgeliehen haben, gab es dort einen Ofen, an dem wir uns aufwärmen konnten.
Wir Austauschschüler mit unser Koordinatorin
Danach sind wir zu einem Hof gefahren, der noch weiter außerhalb liegt. 

Dort gab es heiße Schokolade und Marshmallows, die wir über dem Feuer rösten konnten. Das Feuer hatten wir auch alle ziemlich nötig, da selbst das Zwiebelschalen-Prinzip ihren Zweck uns zu wärmen bei dieser Kälte nicht genützt hat. Trotzdem konnte uns nichts davon abhalten mit dem Pferdeschlitten und ganz vielen Decken durch den verschneiten Wald zu fahren. 
Den Pferden hat die Kälte natürlich nichts ausgemacht :D
Das war eine echt schöne Erfahrung, gerade als es ein wenig angefangen hat zu dämmern und der Wald und die Pferde zusammen echt idyllisch gewirkt haben.


Ice Skating
Sliding
Sonst haben wir in den folgenden Tagen noch weitere Aktivitäten gemacht, um die gesamten Vorzüge von Kanada zu genießen. Zum Bespiel waren wir Schlittschuhlaufen in dem Eishockey-Stadion des örtliche Clubs. An einem anderen Tag sind wir alle zusammen Schlitten gefahren in dem Sugarloaf Provincial Parc, in dem ich gerade im letzten Monat auch ganz oft Snowboarden war. Das Snowboard habe ich mir für die ganze Saison geliehen und da es dort ganz oft Flutlichtfahren gab, konnte ich das super ausnutzen, den Berg genau vor meiner Haustür zu haben. 
Eine weitere, sehr coole Aktivität, die wir gemacht haben, war Snowshoeing. Auf deutsch würde man es als Schneeschuh laufen/gehen/laufen mit Schneeschuhen bezeichnen ... Keine Ahnung :D ... Auf jeden Fall war ich mega begeistert davon. Es gab einen Pfad dem man folgen konnte, der zum Teil schon fest getreten war, aber das war uns zu langweilig, daher sind wir einfach querfeldein durch den Wald gelaufen und kein Hindernis konnte uns stoppen. Trotzdem, so durch den ganzen tiefen Schnee zu stapfen, ist durchaus anstrengend, gerade wenn man total ungeübt ist. Snowshoeing konnten wir auch direkt vor Ort in dem Park machen. Als wir am Ende alle erschöpft waren, gong es dann eine Runde zu Tim Hortons, wo wir mit der Hilfe von Kakao un Donuts wieder zu Kräften kamen.
Querfeldein war auch der ein oder andere Baum im Weg :D
Ganz am Ende des Monats haben wir uns noch einmal bei der Resort einer Austauschschülerin getroffen (natürlich ganz warm angezogen) und haben draußen ein Feuer gehabt. Wie immer gab es Kakao, aber auch Würstchen und Marshmallows zum rösten über dem Feuer. Eigentlich wollten wir s'mores machen, also einen Marshmallow grillen, dann einen Keks nehmen, ein Stück Schokolade drauf und den Marshmallow und mit einem zweiten Keks das ganze zusammen drücken. Aber irgendwie ist uns das ganze ein wenig missglückt, da die Schokolade normalerweise durch das warme Marshmallow schmilzt, allerdings blieb unsere Schokolade steinhart, da es -15°/-20° kalt war und das Ergebnis hat uns frustriert. Daher haben wir uns alle relativ schnell nach drinnen verzogen und haben dort gemütlich beisammen gesessen. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits zwei Austauschschüler für das neue Halbjahr da, die mit uns zusammen an dem Abend waren, da sich der Zeitraum für einige Tage überschnitten hat.
Dazu muss ich sagen, dass das Klima nicht das Beste war, da wir alle traurig waren zu gehen und wir total eifersüchtig wurden, da die das halbe Jahr noch vor sich hatten, aber dazu schreibe ich später mehr. 

Bis dahin waren das erstmal die Aktivitäten und in meinem nächsten Post werde ich den Abschied beschreiben. #heul

CU
Fenja

PS: Ich merke gerade selber, wie sich mein Schreibstil verändert, einfach weil das ganze jetzt schon zwei Jahre!! her ist. Unglaublich...
Und immer noch gucken manche meinen Blog an, echt krass! Aber ich habe mir überlegt, dass ich ihn vielleicht als Reiseblog weiterführe...





Sonntag, 21. Februar 2016

Weihnachten und Silvester

Hey!

Zwar ist Weihnachten und Silvester schon ein bisschen her, aber trotzem möchte ich euch gerne darüber berichten.


Also am besten fange ich mal mit Weihnachten an. 

Am 24. abends bin ich mit meiner Mama und meinem Bruder in die Kirche gegangen. Wie in Deutschland auch wurde ein Weihnachtsstück aufgeführt bei dem Kinder, wie bei der Kinderkirche, mitgespielt haben. Natürlich wurden auch Weihnachtslieder gesungen und ich fande es echt witzig, dass Lieder, die wir in Deutschland auch singen, die gleichen sind wie im französischen. Dadurch habe ich mich echt ein bisschen vertraut gefühlt, wenn auch nur durch die Melodie. 
Rudolf the red-nosed reindeer
Danach sind wir dann noch kurz mit zu meiner Gastoma nach Hause gegangen, wo es schon einmal eine kleine Bescherung gab. Anschließend sind wir selber nach Hause gegangen und mein Bruder und ich haben unsere Socken ausgepackt, die seid Tagen mit Geschenken an der Kommode hingen und außerdem lagen auch schon Tage lang die Weihnachtsgeschenke unter dem Baum. Kurz darauf sind dann mein meine Mama und mein Bruder zum Flughafen aufgebrochen und haben meinen Papa abgeholt. In der Zeit habe ich schön fernsehen geschaut und so mal einen anderen Heiligabend verbracht.
Am nächsten Tag gab es aber doch noch ein anderes Weihnachten, nämlich so richtig schön mit der ganzen Familie. Eigentlich war es für mich echt ungewohnt auf einmal mit einer riesigen Familie zu feiern, da ich in Deutschland einer relativ kleine Familie habe, deshalb war dieses Weihnachten ganz besonders aus mehreren Blickwinkeln betrachtet.
Zuerst haben wir morgens bevor wir aufgebrochen sind ein Brunch gehabt, weil an dem morgen auch die Cousine von meinem Gastvater mit ihrer Tochter angekommen sind und anschließend gab es dann die Bescherung. Es war echt schön, dass alle beisammen saßen, jeder sich gefreut hat über die Geschenke und sich einfach mit allen gut verstanden hat. Gegen Nachmittag sind wir dann alle zusammen mit meiner einen Gasttante und ihrem Mann zu einer weiteren Gasttante und ihrer Familie aufgebrochen. Dort hat sich dann die ganze Familie getroffen. Jeder hat von zu Hause Speisen mitgebracht und insgesamt waren wir dann bestimmt so 20 Personen da, die alle zu der Familie von meiner Gastmama gehören (Gasttanten, -onkels, -cousins). Ich bin gar nicht gewöhnt so viele Menschen um mich zu haben an Weihnachten, aber es war echt mal ein Erlebnis. Da wir so viele waren haben sich natürlich Grüppchen gebildet. Ich habe zwischendurch mit meinem Gastbruder, seiner Großcousin und seinem Cousin Halli-Galli gespielt, was ich aus Deutschland mit gebracht habe. Am Anfang war das gar nicht so leicht, weil wir eigentlich mit drei Sprachen da am Tisch saßen (Französisch, Spanisch, Deutsch) und uns dann mit Englisch weitestgehend verständigt haben. Es war aber auf jeden Fall super lustig. 
 Weihnachtsbaum mit Nähzeug von meiner Gasttante
Außerdem habe ich dann mit den Erwachsenen ein Kartenspiel gespielt. Für dieses Spiel haben alle vorher immer schon zehn Centstücke gesammelt und dann wurde mit Einsatz gespielt, was auch echt witzig war. Meine Gastmama hat mich später auch noch durch das Haus geführt und mir gezeigt, wie kreativ und talentiert meine Gasttante ist.
Ich habe auch noch mit meinen Gastonkels und meinem Gastpapa zusammen auf französisch Nachrichten geschaut und sie haben ich über Deutschland ausgefragt. Natürlich haben wir auch noch das super-leckere Buffet gegessen und dazu noch mega toller Nachtisch! 

Zwischen Silvester und Weihnachten habe ich eigentlich realtiv wenig gemacht. So das typische Rumgammeln, was man in Deutschland auch macht zwischen den Jahren. Ich bin ziemlich oft Snowboarden gegangen und habe mich mit Freunden getroffen. Außerdem bin ich mit meiner Familie auch nochmal nach Presque-Isles gefahren und wir haben da noch ein bisschen Boxing-Day-Shopping gemacht (günstiger wegen Weihnachten).

An Silvester selbst habe ich Deutschland schon ziemlich vermisst, da man in Kanada Silvester nicht so richtig groß feiert, wie man es in Deutschland gewöhnt ist. Meine Familie hatte eine Einladung zu Freunden und wir Austauschschüler wollten eigentlich auch etwas zusammen machen, doch unsere Location musste abgesagt werden, da es dort keine Heizung gab, denn die Rohre sind kaputt gefroren und bei zweistelligen Minusgraden ist das nicht so lustig. Von daher sah mein Silvester erst ziemlich einsam aus. Ich habe mir dann im Internet das Feuerwerk vor dem Brandenburger Tor angeschaut und Deutschland schon mal ein neues Jahr gewünscht. Dann bin ich aber doch noch kurzfristig zu einer Freundin gegangen und wir haben einen Film geschaut. Da die meisten dort Silvester einfach verschlafen, bin ich schon vor Mitternacht wieder gegangen und habe dann zu Hause meine Familie getroffen, die auch gerade nach Hause gekommen sind und so sind wir noch zusammen wach geblieben und haben zusammen das neue Jahr begrüßt. Das ganze aber nur drinnen und ohne Feuerwerk, weil Feuerwerk nicht frei verkauft wird. 

So das war mein etwas anderes Weihnachten und Silvester! 

Liebe, Fenja <3

Sonntag, 1. Februar 2015

Letzter Post aus Kanada

Hallo ihr Lieben, 

So das sist nun der letzte Post aus Kanada für euch! Ich werde natürlich euch auch noch über mein Weihnachten, Silvester und die Zeit bis jetzt berichten, aber davon erst zu Hause.

So eigentlich sollte mein Flug heute am 31. Januar nach Hause gehen, doch es ist hier in Moncton, von wo ich fliegen sollte, ein Schneesturm und deswegen ist mein Flug schon frühzeitig gecancelt worden.
Heute morgen bin ich dann sechs Stunden mit dem Zug von Campbellton nach Moncton gefahren, anstatt drei Stunden mit dem Auto durch nen Schneesturm.
Deswegen bleibe ich heute Nacht auch in einem Hotel und morgen früh geht es um halb sechs zum Fluhafen und dann über Toronto nach Hause.
Ich kann das alles aber immer noch nicht realisieren, dass ich mein zu Hause hier verlasse und nicht mehr zurückkehre. Es ist echt richtig hart von allen Abschied zu nehmen!

Sorry, dass dieser Post so kurz ist aber dieser Monat war echt total busy!!! In Deutschland werde ich mich dann aber nochmal melden und den ganzen Rest posten!
Also bis bald!
Fenja <3

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Vorweihnachtszeit in Kanada!

Hohoho!

In diesem Post möchte ich euch gerne ein bisschen was über die Tradition hier an Weihnachten und in der Vorweihnachtszeit erzählen.

Also erstmal ist es hier so, dass die ganzen Weihnachtsbäume aus Plastik sind und auch schon einen Monat vorher geschmückt im Wohnzimmer stehen.
Die restliche Deko wird dementsprechend auch schon früh rausgeholt und ich kann euch sagen auch in ein kleines Häuschen kann man Deko bis unters Dach und gestapelt dekorieren. Es stimmt schon, dass hier alles kitschiger ist in Amerika. Denn auch draußen, wenn man durch die Straßen läuft, leuchten überall bunte Lichter und große Figuren. 

Was mir persönlich fehlt hier ist die Tradition von Advent und der besinnlichen Vorweihnachtszeit. Hier ist es nicht so, dass man einen Adventskranz hat und sich die Sonntage schön gemütlich macht. Man sitzt nie zusammen mit Kerzen und ist Plätzchen und trinkt Tee. Es riecht auch nicht nach Weihnachten, wie bei uns in Deutschland, was wahrscheinlich am Plastikweihnachtsbaum liegt... Deswegen glaube ich es auch gar nicht, dass morgen Heiligabend ist, denn ich fühle mich absolut nicht Weihnachtlich, obwohl bestimmt seit zwei Wochen überall im Fernsehen Weihnachtsfilme laufen. 

Hier habe ich durch meinen Gastbruder aber auch noch eine Tradition kennengelernt. Also meine Gastmama hat hier einen Elf und dieser Elf macht nachts im Haus irgendwelche Sachen, deren Auswirkungen man am Tag dann betrachten kann. Zum Beispiel hat unsere Elf hier an einem Tag die Zuckerdose auf dem Küchentisch ausgeschüttet und einen Schneeengel gemacht. Morgens haben wir es dann gesehen und die Regel ist, man darf den Elf tagsüber nicht stören, also weder ihn noch sein Werk anfassen und in der nächsten Nacht wird dann was neues gemacht, zum Beispiel Socken in den Weihnachtsbaum hängen. Mein Gastbruder glaub wirklich noch fest daran und deswegen müssen wir uns jede Nacht bis Heiligabend etwas neues einfallen lassen. 

Meins ist das Rechte ^
Mit den anderen Austauschschülern hier haben wir trotzdem traditionell Lebkuchenhäuser gebaut und da gerade die Brasilianer dies noch nie gemacht haben, hatten wir alle ein wenig Statikprobleme, aber der Spaß und das Gelächter war trotzdem immer im Vordergrund als wieder einmal ein Dach zusammen gebrochen ist oder die Wände in sich zusammen gefallen sind. 
Am Montag haben wir dann alle nocheinmal vor Weihnachten zusammen Plätzchen für unsere Gastfamilien gebacken.

Mein Plätzchenteller für meine Familie :)
Ergebnis eines Nachmittags!











Ach ja ich habe hier einen Adventskalender, der bis Silvester geht! 

Ich muss sagen jetzt vermisse ich Deutschland schon ein wenig, denn hier ist es einfach so kommerziell und ungemütlich. Aber natürlich ist es auch seine Erfahrung wert.
Hier mit wünsche ich euch allen frohe Weihnachten und schöne Feiertage mit euren Liebsten! <3
Demnächst berichte ich dann wohl von meinem Weihnachten hier! 
Alles Liebe
Fenja :)

PS: Mittlerweile hatten wir schon bis zu -24°, die sich dank dem Wind wie unter -30 angefühlt haben. Aber man gewöhnt sich ein weing an das Wetter. :D

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Über 100 Tage hier

Hallöchen mal wieder!

Wie mein Post-Titel ja bereits verrät bin ich jetzt schon über unglaubliche 100 Tage hier in Kanada und es ist wirklich verrückt, wie die Zeit hier vergeht, denn in knapp anderthalb Wochen ist schon Weihnachten! 
Ich hätte nie gedacht, dass die Zeit hier soooo schnell vergeht. Es kommt mir so vor, dass gesterndoch erst der erste Monat vorbei war und jetzt sind nur noch knapp sieben Wochen über und dann geht es nach Hause und dieser Gedanke will absolut nicht in meinen Kopf reingehen... Ich kann mir nicht vorstellen nicht mehr jeden morgen den gelben Schulbus eine Straße weiter zur Schule zu nehmen, nicht mehr durch die vertraut gewordenen Straßen bei Eiseskälte zu laufen, nicht mehr von süßen Grundschülern im Bus anquatscht zu werden, die Freunfschaften mit großen High-School-Kids schließen wollen, nicht mehr jeden Tag verrückte Schüler und Lehrer um sich zu haben, die man mit der Zeit aber lieb gewonnen hat und letzendlich mein ganzes Leben hier aufzugeben... Klar vermisse ich ein paar Sachen von/aus Deutschland, aber trotzdem machen mich diese Gedanken echt traurig! 
Aber wollen wir uns nicht zu viele Gedanken über die Zukunft machen, sondern stattdessen berrichte ich lieber ein bisschen, was in der letzten Zeit hier so passiert ist!

Also worüber ich auf jeden Fall schreiben wollte ist der Remembrance Day, der am 11. November war. Dieser Tag ist ein Nationalfeiertag in Kanada und wirklich alles ist geschlossen, nicht so wie es sonntags hier der Fall ist, dass die Geschäfte alle offen sind, nur halt später. An dem Tag wird an alle Soldaten gedacht, die hauptsächlich in den ersten beiden Weltkriegen gefallen sind, aber auch denen aus
späteren Kriegen, wie z.B. Korea. Es war ein Dienstag und an dem Montag davor hatten wir eine Zeremonie in der Schule, wo alle teilgenommen haben und es waren Vertreter von der Army da und alle möglichen anderen Leute, wie Bürgermeister etc, die dann Kränze abgelegt haben. Am Dienstag war ich dann mit meiner Familie im Memorial Civic Center, dem Eishockeystadion und dort gab es noch mal eine Zermonie, die quasi so war wie die in der Schule nur viel viel größer! Es wurden wieder Kränze abgelegt und Reden gehalten und das Gedicht von der Mohnblume btw. Poppy, die das Zeichen des Remembrance Days ist und alle angesteckt tragen, vorgelesen, wie in der Schule. Hier könnt ihr das Gedicht nachlesen
Aber ich muss sagen irgendwie fühlt man sich als Deutsche bei den ganzen Zeremonien ein bisschen komisch, wenn man bedenkt, dass das eigene Land dieses Toten, die man betrauert zu verschulden hat. 
Kurz vorher waren ja auch die Anschläge auf zwei Soldaten, einmal in Montreal und in Ottawa und deswegen war es auch gut gesichert, sogar für ein kleines Kaff wie Campbellton. Also es gab Polizisten, die versucht haben unauffällig zu sein, aber dort mit ihren Maschinengewehren standen und die Menschen gescannt haben. Außerdem waren auch Soldaten mit Gewehren da, die zwar nur über eine Stunde darum standen ohne sich zu bewegen, zur Not aber auch eingreifen könnten. Ist aber zum Glück alles friedlich geblieben!

Was ist denn sonst noch passiert.... Ahh ja die Basketballsaison hat angefangen mit ein paar Tunieren und Spielen und ich muss sagen, dass wir nicht so schlecht sind wie im Fußball! :D Irgendwie mag ich meine Basketballmannschaft auch lieber, weil wir nur so die Hälfte sind, wie Fußball und dadurch, dass wir auch Tuniere weiter weg haben, wo wir dann auch mal irgendwo übernachten, schweißt uns das mehr zusammen. Außerdem hatten wir jetzt dieses Wochenende ein Tunier an meiner Schule, was wir ausgerichtet haben. Und dort habe ich zum ersten mal in meiner Basketballkarriere getroffen und die ganze Schule hat zugeschaut :))) Außerdem wurde ich bei meinem ersten Spiel überhaupt zum Player of the Game gekührt... obwohl ich ein paar echt bescheuert Fehler gemacht habe, aber alles in allem war es ganz gut.

Gestern waren wir mit den anderen Austauschschülern curlen und haben eine kleine Weihnachtsfeier gemacht. Das war auch echt lustig und gar nicht mal so einfach wie es im Fernsehen immer aussieht. Wenn man rutscht um den Stein anzuschieben kann es nämlich durchaus mal passieren, dass man das Gleichgewicht mal verliert und das ist nicht nur mir passiert, sondern so gut wie allen mindestens einmal. Dann haben wir auch noch Secret Santa gemacht, was sowas wie wichteln ist und ich habe eine Tasse bekommen. 

Gestern hat außerdem auch noch der Skilift hier aufgemacht und Anfang Dezember habe ich mir auch schon mein Snowboard geliehen und mir einen Saisonpass gekauft und deshalb bin ich gestern nach dem Curlen auch gleich los um das erste Mal zu boarden! Heute ist ingesamt schon der 7. schneefreie Tag den wir bis jetzt hatten und das ist eigentlich total ungewöhnlich vor Weihnachten, dass wir so viel Schnee haben, weshalb die Lehrer auch ein bisschen verrückt spielen, da wir morgen zwei Wochen Christmas Break bekommen und wir danach noch eine Woche Schule haben und dann schon die Examen anstehen und somit das Halbjahr schon fast vorbei ist. Außerdem ist es schade, dass heute keine Schule ist, da heute eigentlich der Semi Formal Dance wäre, den meine Basketballmannschaft ausgerichtet hätte, aber wenn keine Schule ist auch kein Tanz stattfindet. Aber wahrscheinlich wird er nach den Ferien nachgeholt.

Ich muss sagen, dass ich wegen bald wieder nach Deutschland gehen ein bisschen gemischte Gefühle habe, weil ich einerseits hier alles total vermissen werde, aber mir in der letzten Zeit auch bewusst geworden ist, dass ich irgendwie erwachsen werden will und Sachen machen möchte, die Effekte auf meine Zukunft haben. Denn zum Beispiel hier ist es so, dass meine Freunde alle jetzt anfangen Führerschein zu machen, gut in der Schule sein müssen, freiwillige Arbeiten leisten für Unis und sich auch schon langsam an Unis bewerben, und deswegen will ich das alles auch machen und so schnell wie möglich die Schule in Deutschland beenden. Mich nervt im Moment aber richtig, dass ich in Deutschland noch zwei einhalb Jahre in die Schule gehen muss und im Gegensatz hier meine Freunde nächstes oder übernächstes Jahr Anschluss machen. Aber trotzallem will ich hier nicht weg! Deswegen werde ich die letzte Zeit hier nochmal total genießen und deswegen höre ich jetzt auch auf zu schreiben, da ich jetzt snowboarden gehe!! 

Alle Liebe
Fenja :*

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Quebec-Trip

Hey!

An einem Wochenende sind wir mit den Austauschschülern aus Campbellton und Dalhousie über ein Wochenende nach Quebec gefahren und haben uns ein bisschen die Stadt angeschaut und Christmasshopping gemacht.

An dem Freitag sind wir ganz früh lossgfeharen, dass heißt wir waren nicht in der Schule, sondern haben uns gleich morgens auf den sechs Stunden Weg gemacht.
Gegen Nachmittag sind wir dann angekommen und sind erstmal in eine riesige Mall gegangen und waren shoppen. Also ich muss sagen, dass die Geschäfte mich dort nicht so wirklich umgehauen haben, aber was es sonst noch gab, war echt beeindruckend! Es gab neben Geschäften nicht nur Restaurants, sondern auch Attraktionen wie Achterbahnen oder so eine Art Kasino für Kinder und eine Schlittschuhbahn, was ich persönlich ziemlich cool fande. Die habe ich auch gleich mit einer anderen Deutschen und Kolumbianern ausprobiert. Es war ziemlich lustig, denn die Kolumbianer sind zum Teil noch nie vorher gefahren und auch für uns Deutsche mussten wir erst einmal wieder reinkommen. 
Abends sind wir dann einfach nur noch ins Hotel gefahren und sind noch ein bisschen schwimmen  gegangen, aber eigentlich waren wir echt müde, so dass wir einfach nur schlafen wollten. 


Es gab frischen Maple Syrup am Stiel
Am nächsten Tag sind wir alle zusammen nach Old Quebec gefahren und haben uns erstmal die Festungsanlage der Stadt angeschaut, was wirklich ziemlich interessant war, aber irgendwie wollte wir alle nur so schnell wie möglich irgendwo ins Warme, weil dieser Tag wirklich extrem kalt war und dort oben auf dem Berg in Quebec mit dieser Anlage hat zusätzlich der Wind auch absolut gepfiffen. Später in der Altstadt sind wir eigentlich nur noch von Geschäft zu Geschäft gerannt, um uns aufzuwärmen. Abends sind wir dann zu einem Interationalen Buffet gegangen und haben dort gegessen, worüber sich die Brasilaner sehr gefreut haben, da es Brazilian Food gab. Anschließend sind wir alle zusammen ins Kino gegeangen und haben Dump and Dumper geschaut... Worauf ich nicht näher eingehen werde, da der Film wirklich flach ist. 


Am Sonntag waren wir morgens in einer kathloischen französische.n Kirche die echt bekannt ist und wir haben dort am Gottesdienst teilgenommen. Die Kirche heißt Ste Anne de Beaupre und ist bekannt für ihre Wunder und viele Leute pilgern dahin, weil wirklich Leute geheilt wurden und sie dankbar dafür sind. Danach haben wir uns dann aber gleich auf den Weg wieder nach Hause gemacht, da wir ja noch einen langen Weg vor uns hatten.

Montag, 17. November 2014

Toronto-Trip

Hallöchen!

So da bin ich jetzt auch mit meinem versprochenen Post über meinen Toronto-Trip!

Meine kanadische Partnerorganisation hatte einen Trip nach Toronto angeboten von Donnerstag, dem 16.10 bis zum Montag, den 20.10. und da ich ja auch ein bisschen was von Kanada sehen möchte, war dieser Trip quasi ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk.

Tag 1:
Also an dem Donnerstag musste ich ganz früh aufstehen, weil ich nach Moncton zum Flughafen musste und das ja eine 3 Stunden-Fahrt ist. Zum Glück ist der Vater eines Austauschschülers aus dem Nachbarort gefahren. Am Flughafen haben wir dann die zwei Betreuer getroffen und außerdem auch noch die anderen, die auch mitgeflogen sind. Insgesamt waren wir ein bunter Haufen aus verschiedenen Länder wie Mexico, Kolumbien, Türkei, Schweiz und natürlich Deutschland. 
Bis nach Toronto sind wir ca. 1,5 Stunden geflogen, wieder in einem mini Flugzeug wie auf meinem ersten Flug nach Moncton. Dort angekommen sind wir kurz in unser Hotel eingecheckt und sind dann auch schon gleich wieder in die Stadt aufgebrochen. Ich muss sagen der erste Eindruck von Toronto war großartig. Ich liebe diese Stadt echt und da unser Hotel ein bisschen am Rand von Toronto war in der Nähe des Flughafens, sind wir ganz oft nach Toronto mitdem Bus reingefahren und es war immer total schön, die Skyline mit den ganzen mondernen Gebäuden und den CN-Tower zu sehen. 
Unser Busfahrer hat uns dann im Zentrum abgesetzt und wir hatten eine halbe Stunde oder so zum ein bisschen umschauen, was zum richtigen shoppen natürlich nicht gereicht hat. Anschließend haben wir im Hard-Rock-Cafe abend gegessen, was aufjedenfall mal eine Erfahrung war. Danach sind wir zurück zum Hotel gefahren und da wir alle echt müde waren, sind wir nach einer kurzen Runde schwimmen auch schon ins Bett gegangen.









Tag 2:
Links sind die amerikanischen Falls und
rechts die auf der kanadischen Seite
Am Freitag sind wir zu den Niagara Fällen gefahren. Wir hatten wieder einen Bus und sind ca. 2 Stunden in Richtung USA gefahren und als wir angekommen sind war ich erstmal vollkommen erstaunt, da wir nicht irgendwo in einem Wald oder so waren, sondern mitten in einer Stadt. Wir haben dann erstmal eine Bootfahrt zu den Fällen hin und auch richtig rein, so dass man, obwohl man Regencapes bekommen hat, total nass wurde. Leider hatten wir an dem Tag auch nicht so schönes Wetter, also keine Sonne, nur doofe Wolken und ein bisschen Nieselregen. Ach ja und außerdem war es ziemlich kalt,was die Situation, dass man fast komplett nass war, irgendwie nicht besser gemacht hat. Aber es war auf jeden Fall eine unvergessliche Erfahrung da gewesen zu sein! Und viele Leute fragen ja auch immer: Welche Fälle haben dir besser gefallen, die Kanadischen oder die, von den States? - Weil die Grenze zwischen den USA und Kanada ist genau zwischen den Niagara Fällen. Also ich muss sagen, dass beide echt schön sind und sie auch beide relativ verschieden sind, deswegen ist es schwer sie zu vergleichen!
Die stylischen roten Regencaps
Dann haben wir in Niagara, also der Stadt gegessen und wir hatten Zeit zur freien Verfügung. In dieser Stadt gibt es eine Straße, die quasi so aufgebaut ist, wie ein Freizeitpark. Überall gibt es verschiedene Shops, in denen man was machen kann oder Häuser, die man erkunden kann und alles ist total bunt. Ich habe ein bisschen Lasertag mit ein paar Anderen gespielt, was mega Spaß gemacht hat, weil ich das noch die zuvor gespielt habe. 
Hier einmal die Fälle von oben auf der kanadischen Seite
Anschließend ist unsere Gruppe zu einem Art Kino gefahren, wo die Geschichte der Niagara Fälle in einem Spielfilm dargestellt wurde. Ich fande es echt interessant diese ganzen atemberaubenden Aufnahmen zu sehen, aber auch die ganzen Geschichten und Legenden, die die Fälle mit sich bringen. In diesem Kino war auch noch ein kleines Museum, in dem die Gefährte aus gestellt waren, mit denen sich ein paar verrückte Leute die Fälle heruntergestürzt haben. Außerdem gab es dazu noch ihre Geschichte und ob sie überlebt haben oder nicht. Ich muss sagen es haben erstaunlich viele diesen Fall überlebt, aber es ist auch eine beachtliche Zahl gestorben.
Kurz bevor wir zurück ins Hotel gefahren sind haben wir noch an einem Aussichtspunkt oberhalb der Fälle halt gemacht um das ganze Szenario auch mal von oben zu sehen. Es sah echt so aus, als ob ein beachtlicher Fluss auf einmal einfach eine Klippe runterfällt. 

Tag 3:
Am Samstag sind wir nach Downtown Toronto gefahren und sind dort erstmal ein bisschen shoppen gegangen. Danach waren wir in einer Markthalle mit ganz viel Essen und da es gerade gepasst hat, haben wir auch gleich Lunch zu uns genommen. 
Toronto von oben und im Hintergurnd der Lake Ontario
Da es ja nicht sein kann, dass man in Toronto ist ohne auf dem CN-Tower gewesen zu sein, haben wir auch natürlich das gemacht. Man kann oben auf dem Turm auch rausgehen und quasi eine Runde drehen, so dass man eine 360° Aussicht auf die Stadt hat und den anschließenden Lake Ontario. So in ein paar hundert Meter Höhe war es draußen aber ein bisschen sehr windig und kalt, so dass wir wahrscheinlich einen neuen Geschwindigkeitrekord aufgestellt haben beim Umrunden. Innen im Turm gibt es ein paar Quadratmeter Glasfußboden, damit man auch das Panorama unter sich betrachten kann. Irgendwie ist es ja schon ein seltsames Gefühl dort drauf zu stehen und falls das Glas brechen sollte, man einen mehrere hundert Meter Freienfall vor sich hat. Allerdings gab es aber eine Tafel, die einem versichert hat, dass sogar mehrere Elche und Bären sich zusammen darauf stellen könnten und es immernoch nicht brechen würde. 
Hier das Stadion und die Cheerleader
durften natürlich auch nicht fehlen
Nach dem Besuch auf dem CN-Tower sind wir zu einem Footballspiel gegangen, Toronto gegen Montreal. Aber ich muss gestehen, dass ich wahrscheinlich in diesem Leben kein Fan mehr von live Football werde, denn es gibt alle paar Sekunden einfach so mega viele Unterbrechungen, so dass es dadurch irgendwie echt langsam und langweilig ist. Die meisten waren auch froh, dass wir dann nach ca. drei Stunden endlich gehen durften. 




Tag 4: 
Meine Ausbeute :D
Am Sonntag sind wir ins "Canada Wonderland" gefahren, dass ist ein Freizeitpark in der Nähe von Toronto. Dort haben wir dann den halben Tag verbracht, was mir auch völlig gereicht hat, da es echt super kalt war und ich ohne hin nicht so eine Achterbahnfan bin. Obwohl ich habe mich am Ende sogar über mich selber gewundert, da ich mich dazu entschieden habe in den letzten zehn Minuten doch noch die beiden größten Achterbahnen dort auszuprobieren. 
Danach sind wir in ein Outlet zum Shoppen gefahren, wo wir dann den Rest des Tages verbracht haben. 

Tag 5:
Casa Loma
Am letzten Tag sind wir vormittags, bevor unser Flug wieder zurück nach Moncton ging, zu einer Burg/Schloss gefahren - Casa Loma. Anscheinend ist es das einzige Schloss nördlich von Mexiko, was ich aber nicht so ganz glauben kann... 
Da ein mexikanischer Austauschschüler einen Reisepass verlegt hat mussten wir vorher aber schonmal zum Flughafen fahren und klären wir er dieses Problem handhaben muss und dadurch ist unser Zeitplan ein bisschen durcheinander geraten, weswegen wir dann fast unseren Rückflug verpasst hätten, aber zum Glück hat alles dann doch gut geklappt und wir alle lagen abends wohlbehalten in unseren eigenen Bettchen.