Sonntag, 21. Februar 2016

Weihnachten und Silvester

Hey!

Zwar ist Weihnachten und Silvester schon ein bisschen her, aber trotzem möchte ich euch gerne darüber berichten.


Also am besten fange ich mal mit Weihnachten an. 

Am 24. abends bin ich mit meiner Mama und meinem Bruder in die Kirche gegangen. Wie in Deutschland auch wurde ein Weihnachtsstück aufgeführt bei dem Kinder, wie bei der Kinderkirche, mitgespielt haben. Natürlich wurden auch Weihnachtslieder gesungen und ich fande es echt witzig, dass Lieder, die wir in Deutschland auch singen, die gleichen sind wie im französischen. Dadurch habe ich mich echt ein bisschen vertraut gefühlt, wenn auch nur durch die Melodie. 
Rudolf the red-nosed reindeer
Danach sind wir dann noch kurz mit zu meiner Gastoma nach Hause gegangen, wo es schon einmal eine kleine Bescherung gab. Anschließend sind wir selber nach Hause gegangen und mein Bruder und ich haben unsere Socken ausgepackt, die seid Tagen mit Geschenken an der Kommode hingen und außerdem lagen auch schon Tage lang die Weihnachtsgeschenke unter dem Baum. Kurz darauf sind dann mein meine Mama und mein Bruder zum Flughafen aufgebrochen und haben meinen Papa abgeholt. In der Zeit habe ich schön fernsehen geschaut und so mal einen anderen Heiligabend verbracht.
Am nächsten Tag gab es aber doch noch ein anderes Weihnachten, nämlich so richtig schön mit der ganzen Familie. Eigentlich war es für mich echt ungewohnt auf einmal mit einer riesigen Familie zu feiern, da ich in Deutschland einer relativ kleine Familie habe, deshalb war dieses Weihnachten ganz besonders aus mehreren Blickwinkeln betrachtet.
Zuerst haben wir morgens bevor wir aufgebrochen sind ein Brunch gehabt, weil an dem morgen auch die Cousine von meinem Gastvater mit ihrer Tochter angekommen sind und anschließend gab es dann die Bescherung. Es war echt schön, dass alle beisammen saßen, jeder sich gefreut hat über die Geschenke und sich einfach mit allen gut verstanden hat. Gegen Nachmittag sind wir dann alle zusammen mit meiner einen Gasttante und ihrem Mann zu einer weiteren Gasttante und ihrer Familie aufgebrochen. Dort hat sich dann die ganze Familie getroffen. Jeder hat von zu Hause Speisen mitgebracht und insgesamt waren wir dann bestimmt so 20 Personen da, die alle zu der Familie von meiner Gastmama gehören (Gasttanten, -onkels, -cousins). Ich bin gar nicht gewöhnt so viele Menschen um mich zu haben an Weihnachten, aber es war echt mal ein Erlebnis. Da wir so viele waren haben sich natürlich Grüppchen gebildet. Ich habe zwischendurch mit meinem Gastbruder, seiner Großcousin und seinem Cousin Halli-Galli gespielt, was ich aus Deutschland mit gebracht habe. Am Anfang war das gar nicht so leicht, weil wir eigentlich mit drei Sprachen da am Tisch saßen (Französisch, Spanisch, Deutsch) und uns dann mit Englisch weitestgehend verständigt haben. Es war aber auf jeden Fall super lustig. 
 Weihnachtsbaum mit Nähzeug von meiner Gasttante
Außerdem habe ich dann mit den Erwachsenen ein Kartenspiel gespielt. Für dieses Spiel haben alle vorher immer schon zehn Centstücke gesammelt und dann wurde mit Einsatz gespielt, was auch echt witzig war. Meine Gastmama hat mich später auch noch durch das Haus geführt und mir gezeigt, wie kreativ und talentiert meine Gasttante ist.
Ich habe auch noch mit meinen Gastonkels und meinem Gastpapa zusammen auf französisch Nachrichten geschaut und sie haben ich über Deutschland ausgefragt. Natürlich haben wir auch noch das super-leckere Buffet gegessen und dazu noch mega toller Nachtisch! 

Zwischen Silvester und Weihnachten habe ich eigentlich realtiv wenig gemacht. So das typische Rumgammeln, was man in Deutschland auch macht zwischen den Jahren. Ich bin ziemlich oft Snowboarden gegangen und habe mich mit Freunden getroffen. Außerdem bin ich mit meiner Familie auch nochmal nach Presque-Isles gefahren und wir haben da noch ein bisschen Boxing-Day-Shopping gemacht (günstiger wegen Weihnachten).

An Silvester selbst habe ich Deutschland schon ziemlich vermisst, da man in Kanada Silvester nicht so richtig groß feiert, wie man es in Deutschland gewöhnt ist. Meine Familie hatte eine Einladung zu Freunden und wir Austauschschüler wollten eigentlich auch etwas zusammen machen, doch unsere Location musste abgesagt werden, da es dort keine Heizung gab, denn die Rohre sind kaputt gefroren und bei zweistelligen Minusgraden ist das nicht so lustig. Von daher sah mein Silvester erst ziemlich einsam aus. Ich habe mir dann im Internet das Feuerwerk vor dem Brandenburger Tor angeschaut und Deutschland schon mal ein neues Jahr gewünscht. Dann bin ich aber doch noch kurzfristig zu einer Freundin gegangen und wir haben einen Film geschaut. Da die meisten dort Silvester einfach verschlafen, bin ich schon vor Mitternacht wieder gegangen und habe dann zu Hause meine Familie getroffen, die auch gerade nach Hause gekommen sind und so sind wir noch zusammen wach geblieben und haben zusammen das neue Jahr begrüßt. Das ganze aber nur drinnen und ohne Feuerwerk, weil Feuerwerk nicht frei verkauft wird. 

So das war mein etwas anderes Weihnachten und Silvester! 

Liebe, Fenja <3

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